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Marco Schreuder: Erstklassige Rechte! Warum wir Freitag demonstrieren.

Es ist schon wieder passiert. Ein Gericht verurteilt Österreich, weil gleichgeschlechtliche Partnerschaften ungleich behandelt werden. Im letzten Fall ging es um die Stiefkindadoption. Darüber wurde in den Medien breit diskutiert.

Es ist allerdings nicht das erste Urteil. Auch der Verfassungsgerichtshof hat bereits mehrere Ungleichbehandlungen gerügt: Das Ja-Wort-Verbot, das Bindestrichverbot bei Doppelnamen, das Trauzeug_innen-Verbot: Alles unrecht! Das Standesamtsverbot wird demnächst ebenso geprüft wie das Verbot der künstlichen Befruchtung.

Langsam reicht es wirklich! Es kann doch nicht sein, dass man in Österreich Menschenrechte über Gerichte erzwingen muss, dass Lesben und Schwule viel Geld bei Gerichtsprozessen riskieren müssen, weil die ÖVP nicht in der Lage ist Menschenrechtsstandards umzusetzen und gleichgeschlechtliche Partnerschaften gleichzustellen. Das Rechtskomitee Lambda hat alle (gefundenen!) Unterschiede zwischen Eherecht und Partnerschaftsrecht gelistet. Derzeit sind es 55.

Lesben und Schwule fordern seit Jahren eine vollkommene Gleichstellung. Ein bisschen Gleichstellung gibt es nämlich nicht. Entweder man stellt gleich – oder man diskriminiert. Letzteres tut die ÖVP seit Jahrzehnten, trotz Appelle der SPÖ, so wie zuletzt eindrucksvoll seitens der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und trotz der Tatsache, dass die Bevölkerung (inklusive eines Großteils der ÖVP-Wähler_innenschaft) schon viel weiter ist.

Ich lade Euch alle ein – egal ob hetero, schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell – mitzumachen: Denn diese gesellschaftspolitische Frage ist nicht nur eine Frage der so genannten “Betroffenen”. Es geht um das grundsätzliche Menschenrechtsverständnis in dieser Republik!

Bitte kommt zahlreich und spread the news!

Die Acadamy of American Pediatrics (Kinderärzte) unterstützt nun offiziell die gleichgeschlechtliche Ehe.

Nachdem sie sich vier Jahre lang Zeit für umfangreiche Studien gelassen hat, kommt sie nun zu dem Schluss, dass es für Kinder von gleichgeschlechltichen Eltern nur von Vorteil sei, wenn diese heiraten.

Leben mit lesbischen Eltern: Das doppelte Muttchen

Tobias, 20, und Annika, 17, leben mit zwei Müttern seit sie klein waren – in einer Gemeinde in Bayern. Was ihnen als Jugendliche zusetzte, waren Vorurteile gegen Homosexuelle und die dummen Sprüche in der Schule. Aber sonst? Besuch bei einer Regenbogenfamilie. (Spiegel Online, 15.03.2013)

»Ich fände es seltsam, wenn mein Vater eine Freundin hätte«

2013 soll sich das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ändern. Endlich. Aber wie lebt es sich eigentlich als Kind einer ungewöhnlichen Beziehung? Eine Art Familientreffen. (Süddeutsche Zeitung, Heft 02/2013)

Pro & Contra (Puls 4) mit RKL-Präsident Graupner [mit Video]

RKL-Präsident Graupner war am 25.02.2013 zur Sendung Pro und Contra: „Streit um Adoptionsrecht für homosexuelle Paare: Das Ende der traditionellen Familie?“ am Expertentisch eingeladen und diskutierte mit den Gästen am Podium: (25.02.2013)

  • Gabriele Heinisch-Hosek, Frauenministerin, SPÖ
  • Beatrix Karl, Justizministerin, ÖVP
  • Alfons Haider, Entertainer, Schauspieler und Moderator
  • Rudolf Gehring, Bundesobmann der Christlichen Partei Österreichs, CPÖ.

ORF Im Zentrum – „Zwei Frauen und ein Baby – Was ist Familie?“

Wieder einmal zieht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Rechtsänderung mit Signalwirkung in Österreich nach sich: Demnach sollen künftig auch Homosexuelle das Kind ihres Partners oder ihrer Partnerin adoptieren dürfen. Ein fremdes Kind bleibt aber für die Adoption durch Homosexuelle tabu.

Dennoch: Für konservative Kreise ist das die Folge einer zu liberalen Politik im Umgang mit Homosexuellen. Lesben- und Schwulenverbände wollen hingegen, dass das Adoptionsrecht für sie genauso gilt wie für heterosexuelle Paare, und sie finden bei der Frauenministerin ein offenes Ohr für ihre Forderungen.

Warum sollen gleichgeschlechtliche Eltern schlechtere Eltern sein? Oder ist es wichtig für die Entwicklung eines Kindes, Vater und Mutter als Bezugspersonen zu haben? Und gerät das traditionelle Familienbild aus Vater, Mutter und Kind durch Patchwork-Familien, AlleinerzieherInnen und Homosexuelle immer mehr ins Hintertreffen?

Darüber diskutieren bei Ingrid Thurnher „Im Zentrum“:

  • Dagmar Belakowitsch-Jenewein – Nationalratsabgeordnete, FPÖ,
  • Ulrike Lunacek – EU-Abgeordnete, Die Grünen,
  • Helmut Graupner – Rechtsanwalt,
  • Stephanie Merckens – Juristin, Bioethik-Kommission,
  • Thomas Pletschko – Kinderpsychologe

RKL: Ungleichbehandlungen zwischen Eingetragener Partnerschaft und Ehe [PDF]

Eingetragene Partnerschaft-Gesetz (EPG) ab 1. Jänner 2010 (BGBl. I 135/2009)
Ungleichbehandlungen zur Ehe (Stand: März 2013)
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit *)

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